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Mammographie Screening - International

Mitte der 1980er Jahre starteten Finnland und Schweden mit eigenen Programmen, gefolgt von Großbritannien, Island, Irland, den Niederlanden und Belgien. Deren Erfahrungen bei Aufbau und Durchführung von Screeningprogrammen mit Qualitätskontrolle sind in die erstmals 1991 herausgegebenen EU-Leitlinien eingeflossen. Heute weisen viele europäischen Staaten - mit Ausnahme von Österreich - regionale oder flächendeckende Screeningprogramme auf. (Deutschland, Frankreich, Norwegen, Ungarn, Tschechische Republik, Luxemburg, Portugal, Italien,...) 

Die meisten Pilotprojekte haben sich dem Programm „Europe against Cancer“ angeschlossen. In diesem Programm sind auch das EBCN (European Breast Cancer Network) sowie die EUREF (European Reference Organisation for Quality Assured Breast Screening and Diagnostic Services) tätig.

Gegenwärtig laufen in allen Staaten der Europäischen Union - mit Ausnahme von Österreich - systematische Screeningprogramme auf nationaler oder regionaler Ebene, die sich auf die Europäischen Leitlinien zur Brust-Krebs-Früherkennung stützen (Europäische Kommission, 2001). Trotz einiger Unterschiede richten sich die meisten Programme an 50- bis 69-jährige Frauen, da in dieser Altersgruppe die Effektivität der Mammographie (in Kombination mit effizienten Therapieformen) nachweisbar ist.

In allen europäischen Programmen kommt den Qualitätsstandards, wie Doppelbefundung, technische Qualitätskontrolle, Schulung von RTA und Radiologen, zweijähriges Untersuchungsintervall, Ergebnisevaluation, etc. eine zentrale Bedeutung zu. Erfahrungen zeigen, dass die Einführung eines qualitätsgesicherten Früherkennungsprogramms auch zu einer verbesserten Versorgung von Frauen mit Symptomen, wie Knoten, und von Frauen anderer Altersgruppen, die nicht zur Zielgruppe gehören, führt. Überdies reduziert die strenge Einhaltung der EU-Leitlinien eventuelle Nachteile des Screeningprogrammes, wozu insbesondere falsch-positive Befunde zählen, die zu weiteren radiologischen Untersuchungen, Biopsien, etc. mit keinem Befund führen (Bouchardy, 2001).

Zum Weiterlesen

 

Quellen:

Bouchardy, C. et al.: Stellungnahme zur Wirksamkeit des Mammographie-Screenings in der Schweiz. In: Schweizer Ärztezeitung, 82 13/2001, S. 655 – 661

European Commission: European Guidelines for quality assurance in Mammography screening 3rd edition, 2001

ÖBIG: Mammographie-Screening Austria. Konzept für ein bundesweites Mammographie- Screeningprogramm (Publikation), Wien 2004



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