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Mammographie Screening Austria Programm
Das Projekt „Mammographie-Screening Austria“ befasst sich mit der Implementierung eines qualitätsgesicherten, flächendeckenden Mammographie-Screeningprogramms in Österreich. Der Auftrag zur Durchführung wurde vom früheren BMGF (Bundesministerium für Gesundheit und Frauen) an die Gesundheit Österreich GmbH/ Geschäftsstelle ÖBIG (Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen) erteilt.
Ausgangslage
Durch wissenschaftliche Studien ist erwiesen, dass die Brustkrebsmortalität in der weiblichen Bevölkerung durch regelmäßige Röntgenuntersuchungen der Brust (Mammographie-Screening) gesenkt werden kann. Der gesundheitliche Nutzen des Screenings steht in einem angemessenen Verhältnis zu den gesundheitlichen Belastungen un dzu den Kosten, wenn ausreichende, qualitätssichernde Maßnahmen getroffen werden. Diese Maßnahmen setzen wiederum besondere organisatorische Vorbereitungen voraus, die im medizinischen Vorsorgesystem Österreichs weitgehend unerprobt sind.
Mit dem Beschluss der Bundesgesundheitsagentur (BGA) vom 16.12.2005 erging der Auftrag an den HVSVT (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger) und an den Geschäftsbereich ÖBIG der Gesundheit Österreich GmbH zur Errichtung einer bundesweiten Koordinationsstelle mit der Aufgabe, die Implementierung eines qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings in Österreich zu forcieren und die Pilotprojekte zu begleiten. Seitens des Hauptverbandes wurde ein Internetplattform eingerichtet, über die die Pilotprojekte die für die Dokumentation erforderlichen Informationen herunterladen und die Daten zur Auswertung weitergeleitet werden können. Die Daten werden halbjährlich ausgewertet und die Ergebnisse in Form von Berichten an die Bundesgesundheitskommission übermittelt.
Weiters beschloss die BGA die finanzielle Förderung von Modellprojekten in den Bundesländern Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg und Wien. Der Beschluss zur Realisierung eines weiteren Pilotprojektes im Bundesland Salzburg fiel auf der BGA-Sitzung am 11.Oktober 2006. Basis der Qualitätssicherung des gesamten Programms bilden die aktuellen "European Guidelines for Quality Assurance in Breast Cancer Screening and Diagnosis", deren Ziel die deutliche Senkung der Brustkrebsmortalität in der Zielgruppe 50- bis 69-jährigen Frauen ist. Im Vergleich dazu wird im "Referenzbundesland" Tirol ein systematisches opportunistisches Früherkennungsmodell erprobt.
Ziele des Mammographie Screening Programms
Grundsätzlich richtet sich das Programm zur Brustkrebsfrüherkennung an alle 50-69-jährigen Frauen, also an eine Altersgruppe, die besonders häufig an Brustkrebs erkrankt. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Brustkrebsmortalität deutlich gesenkt werden kann, wenn diese Risikogruppe regelmäßig am Mammographie-Screening teilnimmt. Im Vergleich dazu ist bei jüngeren Frauen mit dichterem Drüsengewebe eine Röntgenaufnahme weitaus schlechter zu beurteilen, während bei Frauen über 70 Jahren das Risiko an Brustkrebs zu sterben, abnimmt.
Folgende Punkte beschreiben das Programmziel:
- Entdeckung von Tumoren in einem Frühstadium (< 10 mm)
- Vermeidung überflüssiger Operationen (benige Tumoren)
- Verminderung der Radikalität der Behandlung (mehr brusterhaltende Operationen, weniger aggressive Chemotherapien)
- Verbesserung der Überlebenschancen im Fall von malignen Erkrankungen
- Langfristige Reduzierung der Sterblichkeitsrate in der Altersgruppe der 50 - 69-jährigen Frauen
- Qualitätssteigerung in der Früherkennung
Dokumentation und Evaluierung
Unverzichtbares Werkzeug für eine Funktions- und Qualitätsüberwachung ist die Verfügbarkeit einer möglichst vollständigen Dokumentation. Ein umfangreiches Minimal Data Set (MDS) mit personenbezogenen Prozess- und Ergebnisdaten wurde erstellt.
Die Daten der laufenden Evaluierung (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität) werden den Beteiligten direkt zur Verfügung gestellt, um gleichzeitig einheitliche Diagnose- und Therapiestandards zu erzielen. Zudem schaffen die Daten aus verschiedenen Modellregionen die Voraussetzungen für den Vergleich der Qualität und der Kosten von Diagnostik und Therapie.
Quelle: www.oebig.org
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Mammographie Screening Austria - Schritte zur Umsetzung in Modellregionen Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
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Mammographie Screening Austria - Konzept für ein bundesweites Mammographie-Screeningprogramm
Auftraggeber: Bundesministerium für Gesundheit und Frauen Herausgeber: ÖBIG
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